(172) Warum Teams am Schweigen zerbrechen – nicht am Streit

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00:00:17: Hallo zusammen, herzlich willkommen zum Podcast Führung in turbulenten Zeiten.

00:00:21: Der Podcast für die Führungskräfte Unternehmer und Macher unter euch, die so richtig Bock haben ihr Unternehmen und ihre Teams noch sicherer durch diese unsicheren Zeiten zu führen!

00:00:37: Hallo zusammen mein Name ist Pü und heute geht's um das Thema Dialogfähigkeit – ich weiß dass klingt wie Volkshochschule am Mittwochabend… is es aber nicht?

00:00:48: Ja, worum geht's denn?

00:00:49: Naja früher haben wir die Dinge ja noch ausdiskutiert und heute schicken wir uns einfach nur noch einen smiley.

00:00:56: Und hoffen dass der andere schon irgendwie versteht was wir in dem moment als wir es ihm geschickt haben In der birne hatten beziehungsweise was gemeint war.

00:01:03: aber machen wir das.

00:01:04: naja Wir machen euch hier im podcast auch fit für den wandel fit für eure transformation.

00:01:09: und zur Transformation gehört halt auch Neues Denken, altes Hinterfragen und Entscheidungen auch mal unter Unsicherheit zu treffen.

00:01:21: Und genau dafür müssen aber auch unterschiedliche Sichtweise, Sichtweisen erst einmal aufeinanderprallen dürfen.

00:01:31: Dürfen ist wichtig so!

00:01:32: Und gute Lösungen entstehen eben nicht im stillen Einzeldenken oder im stillem Kämmerlein sondern indem wir die Dinge gemeinsam mit ein Ding... mit einer Austausche und klären.

00:01:44: Egal, ob du das Wander-Transformation oder zukunftsfähig aufstellen nennst ist egal.

00:01:49: es braucht für diese Dinge nicht nur die Strategie und die Tools und Technikkompetenz sondern es braucht vor allem Austausch und eine Idee.

00:02:01: wie geht's dem anderen damit?

00:02:03: Wie sieht der das Damit was Gutes bei rauskommen kann, das könnte man dann auch Beziehungskompetenz nennen.

00:02:12: Und der Kern davon ist die Dialogfähigkeit.

00:02:15: und was heißt Dialogfähigkeit?

00:02:17: In dem Sinne wie ich es meine.

00:02:18: Das heißt eben halt auch Spannungen Irritationen Wahrnehmungen, die du hast Erwartungen Enttäuschungen anzusprechen dass Du sie ansprichst dass du Unterschiede auch verhandelst, also dass du sie verhandeln möchtest.

00:02:34: Aber es ist ausdrücken kannst und ja das Perspektiven einfach auch ausgetauscht werden.

00:02:39: aber wer sagt schon seine offene Meinung in einer Firma wenn die Firmkultur das nicht hergibt?

00:02:46: Wenn du blöd angeguckt wirst, wenn dir deine Meinung mal offen sagst, wenn du direkt eingebremst wirst oder gestoppt wirst, vielleicht sogar von deinen Team-Membern oder von deiner Führungskraft.

00:02:58: Wir haben das hier nicht gewollt!

00:03:00: Also wenn du so eine Konfliktscheue Führungskraft hast oder alle sind in einer Harmoniesuppe oberhalb also ganz oberflächlich.

00:03:09: ja wir sprechen hier keine Konflikte an.

00:03:11: Wenn das die Kultur ist dann wirst du ein Teufelturm bist und nicht machen So.

00:03:16: die Krux ist neu Die Forschung ist sich da ziemlich einig und ist da ziemlich eindeutig.

00:03:23: Wandel gelingt nur dort, wo Menschen offen sprechen dürfen und wo sie die Möglichkeit haben zu widersprechen ohne blöd angeguckt zu werden.

00:03:34: Und wo es eine Kultur gibt, wo man die Dinge miteinander klärt.

00:03:39: in einer Kultur, wo Themen oder Sorgen oder andere Sichtweisen oder andere Meinungen nicht gewünscht werden oder wenn die weggeschwiegen werden da wirst du das nicht kriegen.

00:03:52: Da werden die Leute nicht offen miteinander sprechen.

00:03:57: Entsprechend schwer wird es für dich, den Wandel zu wuppen.

00:04:03: Das wird bis zum gewissen Punkt gehen und dann merkst du jetzt ziehen die Leute nämlich nicht mehr mit.

00:04:07: Also Takeaway Nummer eins bis hierhin.

00:04:11: eine der großen Future Skills, die wir in Zukunft brauchen ist Dialogfähigkeit.

00:04:17: Die Crux an der ganzen Sache ist nur ... Leider erleben wir in der Arbeitsrealität gerade ziemlich genau das Gegenteil von.

00:04:27: Dialogfähigkeit sollte wachsen.

00:04:31: Die nimmt nämlich die Fähigkeit miteinander zu sprechen, nimmt nämlich gerade gefühlt im Alltag ziemlich ab.

00:04:38: Wir reden immer weniger miteinander obwohl wir eigentlich mehr miteinander reden müssten.

00:05:15: der traumhaften Stadt Dresden.

00:05:17: Jetzt mal an, so mein Lieben!

00:05:19: Jetzt gucken wir uns mal ein paar konkrete Beispiele oder sagen wir mal Gründe an warum die Dialogfähigkeit mehr und mehr abnimmt bei uns allen, bei unseren Team-Männer, Membern

00:05:31: usw.,

00:05:31: also in der Arbeitswelt.

00:05:33: Warum?

00:05:34: Weil ich glaube bisher war das ja so wie jetzt wieder von uns da.

00:05:37: Dialog-Fähigkeiten ginge mir nicht auf den Sack, ich hab andere Probleme.

00:05:40: Ja, Digga, die Probleme hast du aber weil die Leute nicht mehr vernünftig miteinander reden.

00:05:45: Du kannst so viele Change-Kurse besuchen, wie du willst!

00:05:48: Wenn die Leute einen Mund nehmen aufkriegen hast ein Problem und wenn ich euch die Beispiele jetzt gebe dann wird das eigentlich... Also mir ist das auch nochmal selber richtig klar geworden.

00:05:57: Dann kann man es einfach leichter nehmen und wenn wir uns leichternehmen können, kann man's ja auch seinen Mitarbeiter oder seine Führungskräfte mal einen kleinen Slot mit diesen Beispielen gegenseitig besprechen.

00:06:10: schon wird, der Mandel euch wieder etwas leichter gelingen.

00:06:16: Der eine Punkt ist ein bisschen... Wir nutzen eigentlich nur noch Icons statt einer echten individuellen Reaktion.

00:06:26: Wenn jemand früher was gesagt hat, dann hast du verstanden wie er denkt und wie er das sieht.

00:06:35: Also tendenziell nicht bei allen aber beim meisten.

00:06:40: Du konntest das einschätzen, du hast noch eine Idee gekriegt.

00:06:42: Und heute bekommst du oft so als Dialog nur noch ein Emoji einen Daumen hoch oder ein Pastio und ja aber du kriegst keinen eigenen Gedanken mehr.

00:06:55: Du kriegts kein Argument mehr, du kriegs'n Zweifel oder sowas kriegste auch nicht mehr und du kriegel keine inhaltliche Differenzierung mehr.

00:07:04: also Den Teil sehe ich so, bei dem bin ich ein bisschen skeptisch.

00:07:07: Aber ich würde trotzdem mitgehen.

00:07:10: Diese Norgsen, die kriegst du gar nicht mehr mit.

00:07:12: Die gehen verloren wenn wir nur noch mit Icons-Emojis uns gegenseitig wie zukommen lassen statt mal in ganzen Sätzen zu sprechen.

00:07:27: Wenn früher das jemand so in seiner Art gesagt hat, wie sie auch immer war mit Sleng mit Dialog oder wie auch immer ... Ey, dann konntest du diesen Typ einfach einschätzen.

00:07:37: und wenn's nur so ein zwei Sätze ... alles klar.

00:07:41: Dann wusstest Du der steht voll und ganz dahinter!

00:07:44: Das wusstes Du.

00:07:45: Wenn der dir heute noch einen Daumen hochschickt, kannst Du das erst mal für Dich interpretieren wie Dir das gemeint hat.

00:07:53: Du weißt nicht, wie stark der dahinter steht.

00:07:56: Du weiss auch nicht, ob er vielleicht an irgendwelchen kleinen Punkten noch Bauchweh hatte?

00:08:03: You don't know it!

00:08:06: So bleiben wir ein bisschen an der Oberfläche und der Interpretationsspielraum ist natürlich sehr groß.

00:08:12: Das ist das eine Thema.

00:08:13: Ein anderes Beispiel ist diese Asynchronität ersetzt... quasi die Klärung.

00:08:21: Also immer mehr Kommunikation läuft ja Zeit versetzt, also Asynchron über Text und Klärungen braucht aber diese unmittelbare Resonanz.

00:08:33: Früher haben wir ein Gespräch geführt.

00:08:36: In dem Gespräch hast du direkt eine Rückfrage gestellt.

00:08:38: Wie hast du das jetzt gemeint?

00:08:43: Da wurde es direkt geklärt, ja und heute schickst ne Nachricht da ist irgendwie ein Unterton drin oder da kommt nen Unterton bei dem anderen an.

00:08:52: dann hast aber erstmal diese Verzögerung drin.

00:08:55: der andere.

00:08:57: hat er so gemeint oder hat es so gemacht?

00:08:59: wie war das jetzt genau so?

00:09:00: jetzt fängst du mit deinem Kopfkino.

00:09:02: Interpretation Interpretations Und diese Missverständnisse, die in diesem Moment entstehen, bleiben länger im Raum stehen.

00:09:10: So nix Klärung und schon hast du wieder so ... Da ist einer schon wieder Impulse ein bisschen höher weil das eben nicht sofort geklärt werden konnte.

00:09:20: Ein anderer Grund warum die Dialog-Wähigkeit runtergeht ist dass wir uns halt online leichter zurückziehen können Ohne Dinge klären zu müssen, da können wir uns leichter rausziehen.

00:09:37: Also früher wenn du so ein echtes Face-to-Face Gespräch hattest ... Ey!

00:09:43: Da kommst Du nicht raus ja?

00:09:46: Wenn ich da einer mal ins Halb Acht gestellt hat... Ja dann musst Du es dir das über Dich ergehen lassen.

00:09:51: oder wenn das mal unangenehm wäre kannst Du eigentlich sagen, ich gehe jetzt.

00:09:57: Früher hat man das nicht gemacht, da musste es ja das irgendwie aushalten und dann hat es mal geraucht.

00:10:01: aber danach war's meistens auch gut.

00:10:04: Und diese digitalen Tools mit denen wir jetzt auch viel kommunizieren bieten halt einen sehr einfachen Ausstieg oder Ausstiegsoption wenns mal eng wird im Gespräch Wenn mal jemand unangenehme Meinungen äußert die dir vielleicht den ersten Moment mal nicht gefallen Dann hältst du das nicht mehr aus.

00:10:25: Wenn du dann kannst du einfach wegschalten, die Kamera ausmachen oder wechselt es einfach den Chat, gehst dann einfach raus und sagst ihr hängt gerade ein bisschen, ich verstehe dich gerade nicht, also du kommst leichter aus diesen Dingen heraus.

00:10:41: Ein anderer Effekt oder anderer Grund warum die Dialogfähigkeit runtergeht Homeoffice, das ist ein Phänomen.

00:10:48: Homeoffices reduziert ja diese Mikrokonflikte.

00:10:51: Das finde ich auch ganz spannend.

00:10:52: also ich sage mal wenn du früher... Also ich weiß nicht alle von euch sind im HomeoffICE und können im HomeOffice arbeiten aber ihr seid ja in einem Arbeitsumfeld wo auch Lieferanten Kunden usw.

00:11:04: für Situationen sind und mit denen müssen wir auch verstehen was bei denen dann läuft.

00:11:10: so Was ist damit gemeint?

00:11:13: Homeoffice reduziert, Mikrokonflikte.

00:11:15: Also wenn du früher mit mehreren Leuten an einem Ort physisch gearbeitet hast ... Da gab es zwischendurch mal Spannungen.

00:11:24: Du sagst nicht so laut, du stinkst und ist nicht so laut und mach mal das Fenster zu und mir is kalt und dir is warm.

00:11:30: und wieso machst du da so?

00:11:31: Und kannst du meine Pflanze mitgesen?

00:11:33: Nee kann ich nicht, gieß deine Scheißpflanze selber!

00:11:35: Und diese ganzen kleinen Konflikte und Spannung die hat man dann direkt geklärt Oder auch nicht und ein bisschen später.

00:11:44: Aber irgendwie hat man diese Grundreibung durch die Nähe, die da war ... Man hat diese Grundreibungen gewohnt.

00:11:55: Die wurden dann tendenziell eigentlich auch zeitnah geregelt.

00:11:59: Du bist dann nicht wegen so einem Scheiß mit schlechter Laune abends nach Hause gegangen.

00:12:04: Das hast du doch geklärt.

00:12:07: So, und heute nicht mehr.

00:12:09: Heute regelst du diese Dinge ... Also die Mikrokonflikte bleiben weg!

00:12:13: Die hast Du einfach nicht mehr ne?

00:12:15: Das heißt, du trainierst auch nicht mehr mit so kleinen Mikro-Konflikten umzugehen.

00:12:21: Das ist einfach häufig gar nicht mehr da.

00:12:24: Ein anderer Grund warum die Dialogfähigkeit langsam aber sicher vor die Hunde geht, ist diese... Ja, die nonverbale Kommunikation geht immer mehr flöten durch die digitale Arbeitsweise.

00:12:40: Also ich sage mal, echter Austausch und eine echte Diskussion braucht ja auch mal ein bisschen Tonfall, ein bisschen Mimik, ein Bisschen Wumms in der Stimme und ein bisschen G-Stick und ein bisschen Reaction und ein bissel Beziehung und Hey und Lachen und ja... Und je mehr wir uns im Textaustausch befinden durch Ticket-Systeme, durch Mail, durch Chats.

00:13:06: Durch die ganzen Programme, die wir nutzen reduziert sich eben das was wir besprechen wollen.

00:13:13: Reduziert sich das auf den Inhalt?

00:13:14: Auf die Sachebene?

00:13:15: und da sagen einige so super ist ja auch hier ein Job.

00:13:18: Ist ja schön für euch jetzt nicht verstanden aber... Die emotionalen Spannungen, die da sind, die kriegst du dann gar nicht mehr mit!

00:13:28: Die sind aber trotzdem da.

00:13:30: Ein anderer Effekt ist wenn uns immer mehr textlich austauschen, textlich miteinander kommunizieren.

00:13:40: Es gibt einen Effekt Text-Geletted Emotionen aber auch die Wahrheit.

00:13:48: was ist damit gemeint?

00:13:51: Wenn wir etwas texten überlegen wir uns zweimal mehr wie wir schreiben.

00:13:55: das heißt wir formulieren Dinge vorsichtiger wenn wir schreiben Und versuchen, Kritik tendenziell auch wohlwollender zu formulieren.

00:14:09: Also abgeschwächter relativierter zu formulieren Das heißt das was du eigentlich fühlst und was du an dich denkst das geht durch diesen Textfilter und in diesem Textfiltern wird es manchmal gar nicht mehr erkannt Was der andere jetzt noch so für Aspekte hat die ich jetzt gar nicht hier empfangen kann.

00:14:31: Die werden dann nicht ausgesprochen, nur empfängst sie nicht.

00:14:35: Und dadurch dass du die teilweise durch die... Dadurch das du es textlich abschwächst, werden die Zweifel, die vielleicht bei dem anderen sind gar nicht mehr angesprochen und die Probleme erscheinen dadurch kleiner als sie eigentlich sind oder sie erscheint gar nicht.

00:14:56: je mehr wir und das ist halt schwierig, dass heißt du kriegst nicht mehr das ganze Bild.

00:15:00: Du kriegest nur noch so eine Einzelantwortung und wundert sich hinterher, dass dann ein ganzes Projekt nicht mehr funktioniert.

00:15:06: Wieso?

00:15:07: Der hat mir doch geschrieben was alles okay ist.

00:15:08: Ja, du hast aber halt nur einen kleinen Auszug aus dem von den Menschen mitgekriegt.

00:15:13: Du hast deine Antwort auf deine Frage gekriegt, aber nicht was den Menschen ausmacht.

00:15:17: Das hast ihr eben nicht mehr mitgekrecht.

00:15:20: Gut wenn es dir scheißegal ist, ist ja ok, aber dann musst du halt gucken wie du dein Projekt durchkriegst.

00:15:25: Also je mehr wir schreiben, desto weniger klären wir auch.

00:15:29: So Erklärung entsteht eben im Austausch und nicht im Tippen.

00:15:34: Und die Konsequenz, die daraus entsteht... Das ist jetzt echt so eine Spirale!

00:15:41: Das muss man sich mal überlegen.

00:15:44: Die Konsequent aus all diesen Dingen, die wir ja noch weiter ausführen könnten machen aber nicht.

00:15:50: Also dadurch gewöhnen sich Menschen an die Vermeidung statt von die Dinge anzusprechen.

00:15:57: Sie gewöhnen sich daran, zu vermeiden Dinge auszusprechen.

00:16:01: sie gewöhnt sich daran zu vermeidern Konflikte zu klären oder Themen zu klaren oder Sichtweisen auszutauschen.

00:16:07: wir machen das einfach nicht mehr.

00:16:08: ja wir bleiben passiv.

00:16:11: Spannungen und das Austausch und das Klären von Dingen Das wird also auch nicht mehr geübt.

00:16:16: Und weil es nicht mehr Geübt wird Führt das Ganze dazu dass unsere ganze häufige Vermeidung Also das Nicht-Üben führt dazu, dass unsere Konfliktkompetenz sinkt oder unsere Dialogfähigkeit sinkt dadurch.

00:16:34: Wir trainieren den Muskel ja gar nicht mehr auf einen kleinen Seitenhieb von der Seite zu reagieren.

00:16:42: Wir trainingen es nicht mehr also Kopfkino.

00:16:45: so was ist die Folge?

00:16:47: Die Folge daraus ist wenn unsere Konfektfähigkeit und unsere Dialogefähigkeit singt.

00:16:52: Menschen sprechen Spannungen und Irritationen und Wahrnehmung eben dann auch nur noch seltener an, weil sie ja nicht mehr so gut damit umgehen können.

00:17:01: Und je weniger Sie es ansprechen, umso mehr sinkt die Dialogfähigkeit und die Folge daraus wiederum ist Das teilweise erlebe ich das sogar in Teams dass Widerspruch Wie eine Störung wirkt?

00:17:20: Das musst du dir mal vorstellen!

00:17:21: Das heißt also Widerspruch.

00:17:24: Wenn das wie eine Störung wirkt, dann ist da ne Kultur davon.

00:17:29: Ja nee unsere Diskussion die sollen hier schnell und glatt laufen.

00:17:32: Wir möchten nicht in unserem Flow unterbrochen werden.

00:17:35: Wir wollen hier einheitsbrei, keine Abweichler, keine Revolution, keine anderen Meinungen weil wir wissen ja alle wie schön es ist.

00:17:46: läuft auch nicht so ganz gut aber scheißegal konflikte sprechen wir hier nicht an.

00:17:50: ja und grinsen uns alle gegenseitig an den unseren checken klamotten so.

00:17:53: und Ja wenn abweichner als schwierig gelten dann wird es Dann wird's tricky für der der transformation So nach dem motto.

00:18:03: Ja, also wer widerspricht bremst hier Wenn das die Kultur ist dass ist schwer.

00:18:08: das kann also die folge sein.

00:18:11: Daraus ergibt und das heißt so die folge da wiederum raus.

00:18:15: Wir sind ja gerade in unserer schönen spirale.

00:18:17: Die folge daraus ist Menschen bleiben höflich und sagen immer weniger oder Immer weniger ihre eigene meinung.

00:18:26: also dass geht dann so in richtung beziehung schutz vor Inhaltsklärung Oder vor standpunkt, ne?

00:18:33: Also ja nee das würde jetzt meine Beziehung hier möglicherweise ein bisschen gefährden.

00:18:36: Dann sage ich lieber gar nichts.

00:18:37: Ja also zustimmung signalisiert immer zu Gehörigkeit.

00:18:42: ich bin dabei.

00:18:43: Ich bin einer von euch.

00:18:44: Nee, nee, ich sehe das genauso wie ihr.

00:18:46: ja und gehöre dazu.

00:18:48: Und Kritik wenn du Kritik äußerst gehörst du nicht dazu.

00:18:52: wir wollen nämlich hier keine Kritik so und dann schlägt irgendwann Zugehörigkeit Wahrheit und Dann haste eigentlich ein Problem.

00:19:01: also dann wirst du die beste Lösung für deine Transformationen nicht mehr finden wenn du nur noch so ein Nicker hast oder eine Kultur, wo das nicht mehr angesprochen werden darf.

00:19:12: Die finale Folge ist, dass Teams dann zerfallen.

00:19:19: Nicht weil sie sich mal fetzen oder weil Sie mal einen Streit austragen oder mal ne ordentliche Diskussion führen um zur besten Lösung zu kommen.

00:19:29: Nee daraus... Das ist nicht die Folge warum die Teams zerfallen, die zerfallen wegen dem Schweigen!

00:19:34: Weil die Differenzen unausgesprochen bleiben, weil die Erwartungen driften auseinander.

00:19:41: Man bespricht das aber nicht mehr und dann geht langsam das Vertrauen weg.

00:19:45: Und ja, da sind wir eben bei dem Thema.

00:19:48: Nicht der Streit trendt die Teams sondern dass nicht aussprechen.

00:19:51: Das finde ich eigentlich eine bedenkliche Entwicklung, dass die teams zerfallen tatsächlich im Schweigen oder am Schweigen so Das waren jetzt mal so ein bisschen die Gründe, warum im Arbeitsalltag tatsächlich ja jeden Tag systematisch unsere Dialogfähigkeit reduziert wird und runtergeht.

00:20:19: Und ich glaube, wenn man sich das mal so klar macht in der Menge... Ich habe hier auch nur einen Auszug genannt, jeder hat wahrscheinlich noch einige, da ist eine ganz große Bewegung gerade im Gange.

00:20:31: So, jetzt kommen wir natürlich zu einem nächsten Punkt wo sagen okay was heißt das für uns Führungskräfte?

00:20:39: Was heißt das jetzt für uns Unternehmer?

00:20:41: so what.

00:20:42: Ja ist ja schön dass es jetzt gesagt hat dass das so ist.

00:20:44: naja der punkt ist natürlich wir müssen jetzt hier super auslöffeln das ist ja mal klar.

00:20:50: aber Führungen heisst jetzt Gegengewicht.

00:20:54: Führung heißt jetzt gegen Kraft.

00:20:57: Wir müssen das wahrnehmen, wir müssen es mit unseren Führungskollegen besprechen und zum Thema machen.

00:21:04: Und wir müssen jetzt mal irgendwie eine Gegenpower aufbauen.

00:21:09: Wir dürfen uns nicht laufen lassen, wir dürfen uns hier nicht wehrlos ergeben und sagen ja ist halt ne blöde Entwicklung können wir auch nichts machen am Arsch.

00:21:16: Ja?

00:21:16: Wir müssen uns jetzt mal dagegen aufräumen sage ich jetzt mal.

00:21:23: Also wir müssen Gespräche, Austausch, Meinungen, Sichtweisen wieder mehr einfordern.

00:21:29: Wir müssen quasi es wieder hinkriegen... Ich meine bei euch ist das ja alles in Ordnung aber in den anderen Unternehmen die nicht diesen Podcast hören ist das nicht so.

00:21:37: Da müssen wir dann eine Kultur entwickeln, die davon überzeugt sind dass schweigen tatsächlich Teams zerfallen lässt und das nicht aussprechen, Konflikte größer macht.

00:21:49: Und dass nicht Aussprechen eine gewisse Gleichgültigkeit bei den Mitarbeitern fördert was dazu führt.

00:21:56: ja wenn wir hier sowieso alle nicht mehr unsere Meinung sagen sollen dann geht natürlich auch die die emotionale Bindung zum Unternehmen zur Führungskraft zum Team geht er natürlich runter.

00:22:08: so und Ja was soll ich euch sagen?

00:22:12: Was Die Führung akzeptiert wird zur Kultur.

00:22:17: Und weil es so wichtig ist, sage ich's noch mal ... Was wir Führungskräfte akzeptieren?

00:22:22: Das wird bei uns zu Firmenkultur und das Nichtansprechen von diesen ganzen Dingen darf nicht zu Norm werden!

00:22:32: Du kannst das auch rumdrehen.

00:22:33: du kannst auch sagen okay was Führungen einfordert wird selbstverständlich zur Kultur werden.

00:22:41: Also wenn wir es einfordern, kann auch das zur Kultur werden.

00:22:46: Und da wir natürlich hier immer im konstruktiven Bereich sind und nicht nur in Beschreiben der Probleme wie dass ja Berlin so schön kann und die Talkshows, wenn sie sich alle einig sind... Wir müssen!

00:22:57: In der nächsten Folge meine Lieben geht's gehen wir dann darauf ein wie ihr das konkret als Führungskrifte einfordert also wie ihr diese Dialogfähigkeit nach und nach wieder aufbauen könnt eurem Unternehmen.

00:23:12: Warum?

00:23:13: Damit ihr euch zukunftsfähig aufstellen könnt, noch besser werdet und eure Transformation easily wuppt.

00:23:19: meine Lieben!

00:23:26: Wenn auch ihr euch mit dem Thema Transformation, Führungskräfteentwicklung oder Strategie-Entwicklungen auseinandersetzen wollt, einfach mal auf unsere Website gehen www.denk-neuer.com.

00:23:35: Hier könnt ihr euch den kostenlosen Infotermin mit mir schießen.

00:23:38: Da gucken wir dann auf eure Themen und schauen mal was wir vor euch tun können.

00:23:42: Ich bin heute weg Euer Püm.

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